Laos

18.11. - 22.12.2013

Statistik Laos

  1. 34 Tage im Land
  2. 34 Nächte in Hotel
  3. Keine Nächte bei Privat
  4. Keine Nächte im Zelt
  5. 21 Tage im Sattel
  6. 1672 km / 11313 hm
  7. 6 Pannen

Andere Länder, andere Sitten

Das Lachen in Laos ist ansteckend. Es gefällt uns sehr in diesem Land und wir wollen länger bleiben. Als Schweizer haben wir einen gewissen Vorteil: an der Grenze in Boten haben wir erfahren, dass wir als Schweizer 15 Tage visafrei in diesem Land rumreisen dürfen. Ein Blick ins Internet bestätigt diese Angaben. Luxemburg und Schweiz sind die beiden einzigen Länder, welche in den Genuss dieser Regelung kommen. Wie haben sich die beiden Bankenländer wohl diesen Vorteil verdient? Liegen etwa Schwarzgelder des Präsidenten bei uns auf den Konten? Uns soll es egal sein. ​

In Thakhek wollen wir einen kleinen Abstecher nach Thailand machen und so unsere Aufenthaltsdauer um eine zusätzlich Woche verlängern. Kurz vor der Stadt entdecken wir die Friendship Brücke. Im Internet haben wir gelesen, dass diese mit dem Fahrrad nicht befahren werden darf. Wir wollten deshalb eigentlich das Boot nehmen. Doch da es noch früh am Morgen ist, machen wir einen Abstecher zur Brücke und wollen selbst herausfinden, ob wir mit dem Velo nach Thailand fahren dürfen. Die Laoten winken uns wie immer freundlich zu und natürlich ist es kein Problem, um über die Brücke zu fahren. Wir fragen noch nach, ob wir denn auch wieder zurück fahren dürfen. Yes, same, same! Er fügt zwar nach einem kurzen Zögern noch ein maybe an, was uns jedoch nicht vom Versuch abhält. Nach 5 Minuten haben wir den Ausreisestempel im Pass und los geht es über den Mekong. Zuerst stehen wir noch kurz vor einem Lichtsignal. Dieses ist nötig, um den Verkehr auf den in Thailand herrschenden Linksverkehr umzuleiten. Gemütlich rollen wir über den Mekong. Auch bei der Einreise nach Thailand läuft alles rund. Nach 5 Minuten haben wir einen Stempel für 15 Tage Thailand im Pass, einer für 15 Minuten hätte gereicht. ​

Alena prüft für unseren baldigen richtigen Thailandaufenthalt schon mal die Toiletten und nach einer kurzen Pause in Thailand rollen wir schon wieder auf die Brücke zu. Der Grenzbeamte schaut zwar etwas komisch, aber wir scheinen nicht die Ersten zu sein, welche so einen Visarun durchziehen. Er drückt den Stempel in unseren Pass und schon sind wir wieder ausgereist. Gemächlich rollen wir wieder auf die Brücke zu, doch bald werden wir von einem Sicherheitsmann gestoppt. Fahrradfahren sei hier nicht erlaubt und wir müssen auf einen Bus umsteigen. Wir schauen in fragend an und erklären ihm, dass wir gerade vor 15 Minuten problemlos in die entgegengesetzte Richtung gefahren sind. Zur Unterstreichung der Aussage zeigen wir ihm noch unsere Pässe. Der arme Mann versteht die Welt nicht mehr, will uns aber nicht durchlassen. Wir erklären ihm mehrmals, dass es kein Problem sei und wir jetzt einfach fahren. Doch er will uns partout in einen Bus setzen. Irgendwann wird es uns zu bunt und wir fahren einfach los und lassen den verdutzten Mann stehen. Im Rückspiegel sehe ich, wie er sich kopfschüttelnd wieder auf seinen Stuhl setzt und die Mittagssonne geniesst. Wir lachen uns ins Fäustchen und freuen uns auf nochmals 15 Tage Laos.​

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