Montenegro

10.11. - 14.11.12

Statistik Montenegro

  1. 5 Tage im Land
  2. 1 Nacht in Hotel
  3. Keine Nächte bei Privat
  4. 4 Nächte im Zelt
  5. 5 Tage im Sattel
  6. 178 km / 2616 hm
  7. Keine Pannen

Beschenkt

Wir befinden uns auf dem Aufstieg zum Lovcén Nationalpark. Die beiden Österreicher Manu und Jonathan sowie die Franzosen Jean-Charles und Benjamin haben sich ebenfalls für diesen Umweg über die Berge Montenegros entschieden. Es wird schon dunkel und ein geeigneter Schlafplatz für 3 Zelte ist weit und breit nicht in Sicht. Gerade als wir wunderschöne Sicht auf die Bucht von Kotor haben und der Himmel feuerrot zu brennen scheint, entdecken wir eine grosse Wiese neben einem Haus. 4 Kinder spielen Fussball. Der geeignete Platz für uns! Die Familie ist einverstanden, die Kleinen freuen sich über weitere Mitspieler. Sie wollen helfen die Zelte aufzustellen und nutzen die Chance, mit uns Englisch zu sprechen. Die Begegnung mit ihnen und die Grosszügigkeit der Landbesitzer wären eigentlich schon Geschenk genug gewesen. Doch am nächsten Morgen um 7 Uhr hören wir plötzlich Kinderstimmen am Zelt. Die zwölfjährige Danka überreicht uns eine Flasche Wein von den Eltern und einen handgeschriebenen Abschiedsbrief von ihr. “French people like wine”, meint sie. Und entschuldigt sich für die Störung frühmorgens, aber sie müsse jetzt in die Schule.

Den Wein müssen wir uns erst noch verdienen. In 25 Serpentinen schraubt sich die Strasse immer weiter den Berg hinauf, von jeder Kehre hat man eine noch schönere Fernsicht. Die Steigung jedoch ist human, so dass wir den ersten Teil noch vor dem Mittagessen hinter uns bringen. Nach einem weiteren langen Aufstieg und insgesamt über 1000 Höhenmetern folgt endlich die wohlverdiente Abfahrt. Sechs farbige Punkte sausen durch die leuchtenden Herbstwälder. Die Landschaft raubt uns fast den Atem. 

Es ist bereits dunkel, als wir in Cetinje ankommen. Doch wieder haben wir Glück. Zwei Autos halten an und kurze Zeit später finden wir uns in einem Appartement mit 3 Doppelzimmern (mit je einem eigenem Bad) und einer kleinen gemeinsamen Küche wieder. Eine Wohnung wie für uns gemacht. Zum Abendessen öffnen wir die Flasche Wein von Dankas Familie. Die Krönung eines anstrengenden aber fantastischen Tags.

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