Mazedonien

25.11. - 30.11.12

Statistik Mazedonien

  1. 6 Tage im Land
  2. 4 Nächte in Hotel
  3. Keine Nächte bei Privat
  4. 2 Nächte im Zelt
  5. 3 Tage im Sattel
  6. 153 km / 1416 hm
  7. Keine Pannen

Erschlagen

Kaum erreichen wir Mazedonien ändert sich die Geräuschkulisse. Kein Hupen ist mehr zu hören. Autos schleichen still an uns vorbei. Auch die Abfallberge werden nun zu wirklichen Haufen in Stadtnähe angehäuft und nicht mehr überall verstreut. Was bleibt, sind die vielen Albanienflaggen. Anscheinend haben sich viele Albaner hier niedergelassen und bekennen Flagge zur hundertjährigen Unabhängigkeit. Hingen in der Schweiz so viele Flaggen fremder Nationen, dann würde bald eine gewisse Partei ein Flaggenverbot für nicht Schweizerfahnen fordern. Erstaunlich, dass die Mazedonier dies mit sich machen lassen. Ist doch bekannt, dass die beiden Länder nicht sehr gut aufeinander zu sprechen sind. 

Dies wird uns auch beim ersten Mittagshalt kurz nach der Grenze klar. Ein älterer Herr spricht uns an und fragt in bestem Münchner Dialekt woher wir kommen und wie es uns in Albanien gefallen hat. Unsere Antwort, dass wir leider zwei Gesichter Albaniens kennengelernt haben zaubert ein Lachen auf sein Gesicht. Man merkt sofort, dass er kein grosser Fan des Nachbarn ist. Er selbst hat während 12 Jahren in München gearbeitet. Zum Abschied ruft er uns ein lautes “Pfiet eich” zu.

Wir fahren über Debar Richtung Struga und verbringen eine kalte Zeltnacht am Fluss. Am nächsten Tag rollen wir in Ohrid ein. So etwas wie das Lugano von Mazedonien. Nach der Zeit in Montenegro und Albanien erinnert uns die Einkaufsmeile von Ohrid stark an die Bahnhofstrasse in Zürich. Überall versuchen uns Schilder mit Markennamen zu verführen. Wir fühlen uns erschlagen von so viel Luxus und geniessen unsere Ruhetage mehrheitlich im Guesthouse oder beim Sightseeing.

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