Griechenland

1.12.12 - 15.2.13

Statistik Griechenland

  1. 75 Tage im Land
  2. 28 Nächte in Hotel
  3. 20 Nächte bei Privat
  4. 27 Nächte im Zelt
  5. 39 Tage im Sattel
  6. 1943 km / 21035 hm
  7. Eine Pannen

Griechische Gastfreundschaft

Die griechische Gastfreundschaft hat uns schon ein paarmal überrascht. Angefangen hat sie bereits weit vor Griechenland, nämlich in Split. Auf dem Campingplatz treffen wir auf die Aargauer Nathalie und Stephanos. Sie sind mit ihrem umgebauten Bus “Balu” unterwegs auf Europareise. Wir unterhalten uns kurz und tauschen Emailadressen aus. Stephanos erzählt, dass sein Vater auf dem Peloponnes eine Olivenfarm besitzt und lädt uns sogleich dorthin ein. 

Als wir in Dimitra am Morgen bei Regen und ca 3 Grad einfahren entscheiden wir spontan uns in einem Kaffee zu erwärmen. Kaum vom Velo abgestiegen werden wir schon von 2 Herren angesprochen. Der eine freut sich riesig, dass er wiedermal ein wenig Deutsch sprechen kann, hat er doch 28 Jahre in Deutschland gearbeitet. Er folgt uns ins Kaffee und wir unterhalten uns so gut es geht. Für 28 Jahre Deutschland ist sein Deutsch leider etwa so holprig wie die Strecke von Peshkopi in Richtung mazedonischer Grenze. Trotzdem geniessen wir die Zeit mit ihm und am Schluss besteht er darauf, dass er den Kaffee bezahlen kann. Wir bedanken uns herzlich und zu allem Überfluss scheint jetzt auch noch die Sonne. Ein gelungener Morgen. 

Kurz vor Meteora plagt uns plötzlich der Hunger. Am Strassenrand entdecken wir einen Obst- und Gemüsestand und wollen eine Banane kaufen. Doch bevor wir etwas sagen können streckt uns die Besitzerin je eine Mandarine in die Hand und bietet uns einen Stuhl an. Kaum haben wir den ersten Schnitz im Mund tischt sie uns Oliven, Tomaten, Brot und ein Bohnenmousse auf. Einfach herrlich. Da schauen wir auch darüber hinweg, dass sie mit einer Art Mausefalle pausenlos Vögel, welche sich an ihren Früchten genüsslich machen wollen, tötet und diese uns dann auch noch voller Stolz unter die Nase hält. Zum Dank kaufen wir einen reichlichen Früchtevorrat ein. Sollte mindestens für 1 Woche halten. Nachdem wir bezahlt haben, legt die Verkäuferin noch kräftig nach, so dass wir sicherlich Äpfel für die nächsten 2 Wochen mit uns rumschleppen. 

Kurz vor Patra fragen wir einen uns entgegenkommenden Velofahrer nach dem Weg in die Stadt. Anstatt uns den Weg einfach zu erklären, fährt er 2 Kilometer mit uns in die andere Richtung und führt uns auf Schleichwegen in die Stadt. Von hier aus sind es noch knapp 80 km bis zur Farm von Stephanos Vater. Wir freuen uns auf das Wiedersehen und auf ein paar velofreie Tage.

Kommentar hinterlassen