Laos

18.11. - 22.12.2013

Statistik Laos

  1. 34 Tage im Land
  2. 34 Nächte in Hotel
  3. Keine Nächte bei Privat
  4. Keine Nächte im Zelt
  5. 21 Tage im Sattel
  6. 1672 km / 11313 hm
  7. 6 Pannen

Sonntagsarbeit

Den Trubel des selbsternannten Backpacker-Paradieses Don Det verlassen wir an einem Sonntag. Unser Ziel ist Stung Treng, die erste grössere Stadt im Norden Kambodschas. Im Internet und von anderen Reisenden wurden wir bereits über die korrupten Grenzbeamten vorgewarnt. ​

Als wir auf der laotischen Seite unsere Pässe zum ausstempeln übergeben, verlangt der Beamte auch gleich zwei Dollars pro Person - da heute Sonntag sei. Ich erkläre ihm, dass er gerne zwei Dollars haben könne, ich dafür aber eine Quittung erhalten wolle. Diese will er mir natürlich nicht geben, ich erhalte aber auch keinen Ausreisestempel. Er beharrt auf seinen zwei Dollars und ich auf meiner Quittung. Als ich seinen Namen wissen und seinen Personalausweis sehen will, wird es dem Beamten zu mühsam. Genervt schmeisst er mir unsere Pässe hin und schliesst das kleine Fenster. Der Trick mit der Quittung scheint also leider nicht zu funktionieren. Das Fenster öffnet sich erst wieder, als wir mit einem Dollarschein wedeln. Der Beamte sitzt leider am längeren Hebel und so einigen wir uns auf ein Schmiergeld von einem US Dollar pro Person für den Ausreisestempel ohne Quittung.​

Auf der kambodschanischen Seite wiederholt sich das Ganze, allerdings werden hier die Schmiergelder geschickter versteckt. Als erstes müsste man sich einem Gesundheitscheck, welcher unter dem Vorwand der Malariabekämpfung läuft, unterziehen. Hier wird einem kurz die Temperatur gemessen und danach wird ein Untersuchungsgeld von einem Dollar verlangt. Mit dem Zettel, der den Untersuch bescheinigt, erhält man anschliessend das Visum. Von anderen Reisenden wussten wir, dass dieser Zettel für das Visum nicht nötig ist. Deshalb ignorieren wir den Gesundheitscheck und den energisch winkenden Beamten und steuern das Visabüro an. Dort füllen wir einen Visaantrag aus und erhalten mühelos ein Visum für 30 Tage direkt vor Ort. Allerdings kostet das Visum nicht wie überall in den Reiseführern erwähnt 20 US Dollar, sondern ganz offiziell 25 US Dollar. Ob diese 5 Dollar nun in die Taschen der Beamten wandern oder ob es in letzter Zeit tatsächlich eine Erhöhung der Gebühr um 5 Dollar gab? Wohl eher Ersteres. Wir freuen uns trotzdem auf ein spannendes Land und lassen uns durch die korrupten Beamten die Laune nicht verderben. ​

Kommentare

Liebi Velofahrer!

Hoffentlech sit der jetzt scho am Früschluft i Strandnöchi am iisuge!

Mir wünsche nech uf jede Fau, dass öii Reis no lang wird wiiter ga und wärde sicher geng wieder mau bi öich ineluege.

lg
Doris & Michu + Känguru
p.s. indisches visum: check :)

Alena 06. März 2014, um 10:06 Uhr

Hey ihr beide

Merci viel Mal! :)

Es hät eus sehr gfreut, eu z’träffe und Reisegschichte mit eu usztuusche. Und mir freue eus riesig, dass es bi eu mitem indische Visum klappet hät! Sind sehr gspannt, was ihr i dem faszinierende Land alles erläbed.

Mir händ eus vor Churzem vom Känguru inspiriere lah: ab id Hängematte und e laaangi Not-To-Do-Lischte. Jetzt simmer aber wieder on the road (in China) - sind am Tourischtestrom vo Südostasie also au ändlich entcho. ;)

Mir wünsched eu spannendi Begegnige in Indie, gnüssed’s!

Liebi Grüess

Alena & Marcel

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